Rottensteiner-Wappen

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Rottenstainer Wappen nach der Handschrift Bozner Geschlechterbuch von 1770. Wappennachzeichnungen veröffentlich 1937. Helmzier (Krone) wahrscheinlich unkorrekt.
Rottenstainer Wappen nach der Handschrift Bozner Geschlechterbuch von 1770. Wappennachzeichnungen veröffentlich 1937. Helmzier (Krone) wahrscheinlich unkorrekt.

[bearbeiten] Steigender bzw. wachsender Steinbock

Derzeit ist kein Wappenbriefempfänger Rottensteiner bekannt. Durch die Sammlung von Hinweisen soll es unter anderem gelingen, zu rekonstruieren wer das Wappen bis etwa 1780 verwendete (siegelte) um Rückschlüsse auf den frühesten Wappenträger machen zu können. Daraus ließe sich auch eingrenzen, wer heute zur Führung des Wappens berechtigt ist (alle männlichen Nachkommen ursprünglicher Wappenträger und die Töchter dieser).

Siehe auch Rottensteiner-Wappen-Verleihung-Vermutungen

1695 Unterinn, Kohlhof, Urk. und Sieg. Zacharias Rottensteiner Richter, Ritten, Unterstill. Kopieskizze zeigt Wappen springend/steigend [1]

1719 Maria Anna Rottensteiner in Bozen, erwähnt/erscheint 1719 u. 1752, Steinbock steigend auf grünem Dreiberg, Helmzier Steinbock wachsend (ohne Angaben weiterer heraldischer Farben) [2]

1721 Lengmoss, Pfarrarchiv, Urk. und Sieg. Georg Rottensteiner Richter in Lengmoos. Kopieskizze zeigt Wappen laut 1770 (also springend/steigend statt wachsend?) [3]

1763 29. Juni siegelt ein Simon Rottensteiner genannt Hochkofler. Schild: Steinbock an links seitlichen Felsen steigend. Helmzier: Steinbockbüste (ohne Angaben der heraldischen Farben) [4]

1767 den 3ten Marty siegelt Herr Jos. Rottensteiner, Gräflich? Sarntheinischer Ambtmann und Ehemann der Anna Catherina Mayr im Verfachbuch Bozen bezüglich Testament. Im Siegelschild der Steinbock steigend auf einem Dreiberg? (nicht gut erkennbar). Stechhelm mit Helmdecke. Helmzier wachsender Steinbock. [5]

1770 wird das Rottenstainer Wappen im Bozner Geschlechterbuch in einer Wappensammlung zusammen mit 882 Siegeln aufgezeichnet. Im Schild: der steigende Steinbock auf einem Dreiberg; als Helmzier der wachdende Steinbock. Leider fehlen die Tinkturen (Farben) und die Helmzier hat beim Rottenstainer-Wappen wohl eine nicht effektiv vorhandene Adelung (durch Helmkrone) erfahren. Zurückzuführen ist dies wohl auf das verfallende Wappen- und Heraldikwissen oder der Josef Rottensteiner von 1767 hat hier eine beeinflussende Rolle gespielt. [6]

1771 Rottensteiner Kampiller Josef Franz siegelt mit dem Siegel des Franz R. Ferd. [7]

Das Wappen, welches Rottensteiner in Salzburg verwenden
Das Wappen, welches Rottensteiner in Salzburg verwenden

Die folgenden Nennungen sind aufgrund des Verfalls der Heraldik-Regeln ab dem 18. Jhd. und der profanen Anwendung der Wappen mit Vorsicht zu betrachten; der Vollständigkeit halber aber noch erwähnt.

20. Jhd. Rottensteiner in Salzburg verwenden das Wappen mit dem steigenden Steinbock über heraldisch rechts 3 Bergen im Schild mit diagonaler Teilung (Sinnbild von Auswanderung aus der Stammheimat). Helmzier ist der wachsende Steinbock zwischen Büffelhörnern.[8]

1957 Franz Josef Maria Rottensteiner lässt am Hauserker des Obermoser-Hofes heraldisch sehr unschön ein Wappen aufmalen: einen an (heraldisch) rechts liegenden 3 Spitzbergen steigenden Steinbock, als Helmzier dient ein steigender Steinbock an 3 Spitzbergen zwischen Büffelhörnern (ohne deutliche heraldische Farben) [9]

ab 1956 verwendet die Weinkellerei Rottensteiner Hans für Etiketten, usw. seiner Weinkellerei ein heraldisch unkorrekt vermischtes? Wappen: einen an (heraldisch) rechts liegenden 3 roten Spitzbergen steigenden roten Steinbock auf goldenem Hintergrund, Spangenhelm mit Krone, als Helmzier dient ein wachsender roter Steinbock zwischen weißen Büffelhörnern [10]

1982 Georg Anton Rottensteiner von Rothenstein am Ritten. Wappenbeschreibung: Schild in Rot. Darauf ein wachsender brauner Steinbock auf mehreren Spitzbergen. Stechhelm mit einer Wulst. Helmzier: auf Spitzbergen der braune wachsende Steinbock, zwischen zwei verwechselten rot-silber und rot-gold. Helmdecken: rechts rot-gold, links: rot-silber. [11]

[bearbeiten] Quellen

  1. Laut E. Nicolussi-Castellan (Wappenmaler in Partschins): St. M 30/13 13B
  2. Konrad Fischnaler: Ausgewählte Schriften, Band 3. Tirolisch-Vorarlberg'scher Wappenschlüssel, 1. Teil, 2.-5. Folge. Innsbruck: Vereinsbuchhandlung und Buchdruckerei, 1938, 354 S. - S. 205 (Steinbock)
  3. Laut E. Nicolussi-Castellan (Wappenmaler in Partschins): St. M 30/13 13B
  4. Konrad Fischnaler: Ausgewählte Schriften, Band 3. Tirolisch-Vorarlberg'scher Wappenschlüssel, 1. Teil, 2.-5. Folge. Innsbruck: Vereinsbuchhandlung und Buchdruckerei, 1938, 354 S. - S. 206 (Steinbock)
  5. Vfbch Bozen 1767/1 (775 Bz): Fol. 18 (Einlage)
  6. Weber, Franz Sylvester: Das Bozner Geschlechterbuch. Bolzano: Verl.-Anst. Athesia, 1936-1937, ?. S. - S. ?
  7. Laut E. Nicolussi-Castellan (Wappenmaler in Partschins): Finsterwalder 7/304
  8. Laut Markus Rottensteiner aus Salzburg bereits von seinem Großvater verwendet (Aussage 2002).
  9. Christian Rottensteiner: Obermoser-Hof, St. Magdalena bei Bozen
  10. Christian Rottensteiner: Kellerei Rottensteiner in Sand bei Gries
  11. E. Nicolussi Partschins: Wappenrolle beurkundet zu Innsbruck am 31.12.1982 Nr. 82553 Rottensteiner mit Angabe 1380? oder 1502?
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